Wofür steht der Verein BfL?

Bürger für ein lebenswertes Lich e.V. steht für ein besseres Konzept mit Weitsicht. Eine langfristige und nachhaltige Entwicklung zugunsten der Stadt und Bürger ist uns wichtiger als kurzfristige Rendite. Wir möchten den Geist von Lich erhalten und erfolgreich in die Zukunft bringen.

Die geplante Bebauung für die ‚Langsdorfer Höhe spaltet die Bevölkerung der Stadt Lich. Mit diesem Flyer erhalten Sie Informationen, warum sich der Verein BfL gegen diese Art der Bebauung engagiert und welche Alternative für die Stadt Lich und ihre Bürger besser wäre. Es geht uns nicht darum, dass Gewerbegebiet „Langsdorfer Höhe“ zu verhindern, sondern um die Auflockerung der Bebauung durch kleinere Parzellen, die Verhinderung einer komplett versiegelten Fläche und den Erhalt und die Förderung des Stadtbildes zur Bewahrung des Leitspruches „Lich, im Herzen der Natur“.

Leider hat das Urteil des VGH Kassel ein Bürgerbegehren vorerst verhindert. Wir werden aber weiter juristisch gegen das Logistikzentrum vorgehen.

Mit einer Unterschriftensammlung wollen wir deutlich machen, dass ein Großteil der Licher Bevölkerung hinter unserem Anliegen steht.

Geben Sie mit Ihrer Unterschrift Lich die Chance, dass sich ein besseres Konzept durchsetzt!

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Was kommt mit der jetzt geplanten Bebauung auf Lich zu?

  • extreme Verkehrs- und Umweltbelastung
  • hohe Lärm- und Lichtemissionen
  • anvisierte Jobs zum größten Teil im Niedriglohnsektor
  • wenige Steuereinnahmen für die Stadt
  • dauerhaft hohe Kosten für die Erhaltung der Infrastruktur
  • keine weiteren Gewerbeflächen für regionale Firmen
  • durch fehlende vertragliche Absicherung offene Kostenpunkte, die am Ende der Bürger tragen muss
  • kein umfassender städtebaulicher Vertrag, der die Stadt Lich und deren Bürgerinnen und Bürger vor finanziellem und gesundheitlichem Schaden schützt
  • keine Chance auf ein nachhaltiges und kleinteiliges Konzept, auch wenn die Zukunft dies uns schon jetzt vorschreibt.

Der Verein BfL sieht hier zu viele Nachteile zu Lasten aller Licher Bürgerinnen und Bürger.

Der Verkehr wird stark zunehmen. Auf der jetzt schon teilweise überlasteten B457 wird es zu Staus kommen. Pendler von und nach Lich werden darunter zu leiden haben. Tägliche große zeitliche Verzögerungen sind vorprogrammiert.

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Welches sind die alternativen Möglichkeiten?

Die BfL wirbt für eine deutlich bessere Alternative.

Hierzu gibt es bereits einen Investor, der es Lich ermöglicht, ein selbst erarbeitetes Konzept vorzulegen. Leider hat die Stadt ihn nicht berücksichtigt. Im Interesse aller Bürger möchte der Verein ein kleinteiligeres, nachhaltiges und ökologisch zukunftsweisendes Konzept umgesetzt sehen:

  • höher qualifizierte, fair und gut bezahlte, sowie unbefristete Arbeitsplätze, die den Menschen und deren Privatleben entgegenkommen
  • die Luftqualität erhalten und langfristig verbessern
  • die Versiegelung durch mehr Grünflächen minimieren
  • den Verkehr durch einen intelligent ausgewählten Branchenmix minimieren
  • Arbeitsplätze für Licher Bewohner und Unternehmen schaffen
  • Integrierung eines ökologischen Basisprogrammes wie z.B. Solardächer, Dachbegrünung, Lärmschutz, Verkehrsbegrenzung

Die BfL kämpft um das beste Konzept für Lich. Dafür bitten wir um Ihre finanzielle Unterstützung zum Erreichen unserer gemeinsamen Ziele IBAN DE31 5139 0000 0072 4621 06 Volksbank Mittelhessen


Welche Nachteile entstehen durch das Logistikzentrum im Einzelnen

Das derzeit geplante riesige Logistikzentrum für Einzelhandel wird nach dem vorliegenden Entwurf des städtebaulichen Vertrags einen LKW-Verkehr von ca. einer Fahrt pro Minute (im 2-SchichtBetrieb) verursachen, zuzüglich Sprinter. Durch diese Verkehrs-, Lärm-, und Abgasbelastung wird die Lebensqualität der Bürger stark eingeschränkt, und zwar nicht nur für Lich, sondern auch für die umliegenden Gemeinden. Stau auf der B457 ist vorprogrammiert, trotz Kreisel. Ganz zu schweigen vom ökologischen Schaden des Mehrverkehrs. Die Navigationssysteme von Sprintern und evtl. auch LKW werden die in der Planung vorgesehene Verkehrsleitung von der Autobahnanschlussstelle Fernwald über die B457 ignorieren, sodass sich zahlreiche Sprinter und evtl. auch LKW ihren Weg von der Autobahnanschlussstelle Münzenberg durch die Ortslagen von Lich-Kernstadt, Muschenheim und Birklar suchen werden. Langfristig wird das geplante Logistikzentrum öffentliche Folgekosten für Umgehungsstraßen (Südumgehung über den Hardtberg und vierspurigen Ausbau der B457) nach sich ziehen, die die finanziellen Vorteile des Grundstücksverkaufs um ein Vielfaches übertreffen werden. Die Oberflächenwasserableitung in Lich-Kernstadt durch Starkregen über dem Gelände durch die großflächige Bodenversiegelung ist nach derzeitigen Planungsvorgaben unzureichend an die Folgen des Klimawandels angepasst. Darüber hinaus wird durch die einteilige Halle die Frischluftzirkulation aus dem hinter der B457 gelegenen Wald nach Lich-Kernstadt unterbrochen, so dass dort im Sommer noch heißere Temperaturen auftreten werden, als durch den Klimawandel sowieso schon zu erwarten ist. Durch das Verkehrsaufkommen ist von einem massiven Anstieg der CO2-Werte und Feinstaubbelastung innerhalb der Stadt Lich auszugehen. Auf Grund der Größe des Objektes und des zu beleuchtenden Geländes über 24 Stunden werden die Lichtimmissionen erheblich zunehmen mit erheblichen Folgen für Menschen und Tiere. Die angekündigten Arbeitsplätze werden vermutlich größtenteils unqualifizierte und geringbezahlte Jobs sein.

Warum sind die Ortsteile besonders betroffen?

Extrem werden die Auswirkungen für Birklar, Muschenheim und Lich sein. Für Langsdorf, Bettenhausen und Bessingen ergibt sich eine starke Verschlechterung bei der Zufahrt auf die B457.


Welche finanziellen Auswirkungen hat das für die Stadt Lich bzw. den Steuerzahler?

In der Beschlussvorlage an die Stadtverordnetenversammlung vom 01.10.2018 listet der Magistrat die Kosten für die Stadt Lich auf und stellt dem die Einnahmen bei einem Verkaufspreis von 25 €/qm an den Käufer gegenüber. Dabei kommt er zu einem Überschuss von 1.310.000 €. In der Bürgerversammlung am 28.08.19 in Langsdorf präsentierte der Bürgermeister dann einen Verlust von 1.170.000 €.

Wir haben nachgerechnet und kommen zu einem noch höheren Verlust:

(Kosten aus HHP Stadt Lich und Stadtwerke sowie auf Bürgerversammlung vom Bgm genannte Kosten) Restschulden aus dem Rückkauf von HLG2.100.000 €
Erwerb der Restgrundstücke (Haushalt 2018)2.330.000 €
Ökopunkte (nicht im Haushaltsplan enthalten, eigene Berechnung, in Bürgerversammlung vom Bgm genannter Wert 500.000 €)1.120.000 €
Baulandfreim. inkl Mast und 20 KV-Kabeluml. (Produkt 54.1.01 Maßnahme 144)150.000 €
Erneuerung Teufelswiesengraben (Produkt 53.3.01 Maßnahme 082)180.000 €
Äußere Erschließung „Langsdorfer Höhe“ (Produkt. 53.8.01 Maßnahme 007)176.000 €
Erschließung Teufelswiesenweg Kernstadt Regenwasserkanal (Produkt 53.8.01 Maßnahme 072) (Wirtschaftspl. 808.000€)1.100.000 €
Äußere Erschließung „Langsdorfer Höhe“ (Produkt. 53.3.01 Maßnahme 022)102.000 €
Erweiterung „Stichweg Carl-Benz-Ring“ (Produkt 53.8.01 Maßnahme 46)195.000 €
Außengebietsableitung Birklar (Produkt 53.8.01 Maßnahme 68)300.000 €
Planungskosten Bau Regenrückhaltebecken Außengebietsentwässerung Birklar (Produkt 55.5.01 Maßnahme 9)120.000 €
B-Planverfahren und Umlegung (nicht im Haushaltsplan enthalten)50.000 €
Summe:7.923.000 €
Einnahmen: Verkauf für 25,-€/qm:5.060.000 €
Verlust:-2.863.000 €

Diese Rechnung zeigt deutlich, dass die Stadt einen großen Verlust mit dem Verkauf des Geländes macht! Warum wird dieses Projekt durch die Stadt Lich trotz eines Verlustes so vorangetrieben?